Neuer Vorstand der Jungen Union gewählt

Neuer Vorstand der Jungen Union gewählt

Ein voll besetztes Haus hatte die Junge Union Neuss (JU) am vergangenen Mittwoch zu verzeichnen. Fast 90 Mitglieder waren gekommen, um über einen neuen Vorstand zu bestimmen. Dabei hatte der bisherige Vorsitzende Sven Schümann bereits im Vorfeld erklärt, dass er für eine weitere Amtszeit aus beruflichen Gründen nicht zur Verfügung stehen könne. Bei der Wahl zu seinem Nachfolger kam es zu einer Kampfkandidatur zwischen dem von Schümann vorgeschlagenen Jens Küsters sowie dem spontan kandidierenden Selbständigen Sebastian Broeckmann (28). Küsters konnte sich hierbei mit 47 zu 35 Stimmen (4 ungültig, 1 Enthaltung) durchsetzen. Der 23-jährige EDV-Fachmann Küsters war zuvor bereits lange Jahre im Vorstand der JU aktiv. Die letzten beiden Jahre bekleidete er das Amt des Geschäftsführers.


Als stellvertretender Vorsitzender konnte sich dann Broeckmann gegen den 22-jährigen Jura-Studenten Andreas Hamacher knapp mit 44 zu 38 Stimmen durchsetzen. Zur Geschäftsführerin wählte die Versammlung Ines Stefen mit 39 Stimmen. Die 17-jährige Schülerin konnte bereits Erfahrungen als stellvertretende Vorsitzende der Schüler Union Nordrhein-Westfalen sammeln. Die Kasse wird künftig von dem Berufssoldaten Stefan Crefeld (32) geführt, der sich gegen den Bankkaufmann Philipp Harnischmacher mit 38 zu 33 Stimmen behaupten konnte. Crefeld kündigte zugleich an, dass er sein Amt als Vorsitzender des Ortsverbandes Rosellen aufgeben werde. Dort wird die Mitgliederversammlung demnächst einen neuen Vorstand wählen.
Um die sieben Positionen als Beisitzer im neuen JU-Vorstand bewarben sich zahrleiche Bewerber. Hier konnten sich mit den besten Ergebnissen die ehemaligen Vorsitzenden Dr. Jörg Geerlings (44 Stimmen) und Sven Schümann (38) durchsetzen. Weiterhin wurden Helena Philippi (35), Karolina Swiderski (33), Thomas Kaumanns (33), Andreas Hamacher (31) und Philipp Harnischmacher (30) gewählt.
In seiner Vorstellungsrede betonte der neue Vorsitzende Jens Küsters, er wolle die gute Arbeit der vergangenen Jahre forsetzen und zusätzliche neue Ideen entwickeln, um die Ideen der Jungen Union auch in Mutterpartei und Ratsfraktion zu transportieren. Dort wolle man sich konstruktiv kritisch einbringen. Gleichzeitig rief er die JU zur Geschlossenheit auf. Gerade auch im Hinblick auf die anstehenden Landtagswahlen müsse klar sein, dass der politische Gegner nicht innerhalb von CDU und Junger Union zu suchen sein. Vielmehr müsse die rot-grüne Landesregierung endlich abgelöst werden. „Die Sozialdemokratisierung dieses Landes muss endlich ein Ende haben“, so Küsters. Gleichzeitig mahnte er jedoch an, dass man sich im Wahlkampf nicht darauf beschränken wolle, Plakate zu kleben sondern aktiv Themen besetzen wolle. Hier nannte er beispielhaft die Schul- und Bildungspolitik, Innere Sicherheit sowie die Jugendhilfe.
Der Vorsitzende der Neusser CDU sowie der Landtagsabgeordnete Heinz Sahnen waren gekommen, um Grußworte an die Mitglieder der Jungen Union zu richten und riefen den politischen Nachwuchs auf, sich auch in der CDU zu engagieren. Beide richteten den Fokus ihrer Rede ebenfalls bereits auf den nahenden Landtagswahlkampf.
Im Rechenschaftsbericht des scheidenden Vorstandes konnte man insbesondere auf den erfolgreichen Kommunalwahlkampf verweisen. Hier hatte die CDU bei den Jungwählern ein hervorragendes Ergebnis erzielt und man konnte alle Direktkandidaten der JU für den Stadtrat durchsetzen. Auch die traditionell durchgeführte Job-Börse, die Internetseiten sowie die Aktionen des Arbeitskreises Jugend mit vielen Ortsterminen in Neusser Jugendeinrichtungen konnten besonders positiv hervorgehoben werden.

2004-11-25T11:09:24+00:00 25. November 2004|