Merkel: Gute Nachrichten vom Arbeitsmarkt

Merkel: Gute Nachrichten vom Arbeitsmarkt

Das Statistische Bundesamt hat im dritten Quartal 2006 den höchsten Anstieg an Arbeitsplätzen seit sieben Jahren registriert. Als Grund nannten die Statistiker die Konjunkturbelebung. Bundeskanzlerin Angela Merkel bezeichnete die weitere Zunahme von Arbeitsplätzen als „großen Erfolg“. Es sei eine „gute Nachricht“, dass im Sommer die Beschäftigung so stark zugenommen habe, sagte sie am Donnerstag in Berlin. Die Entwicklung zeige in die richtige Richtung.


Nach vorläufigen Berechnungen des Statistischen Bundesamtes gingen im dritten Quartal 2006 39,3 Millionen Erwerbstätige einer Beschäftigung nach. Dies entspricht einem Anstieg um 0,9 Prozent (+ 336.000 Personen) gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum. Im zweiten Quartal 2006 hatte der Zuwachs noch 0,6 Prozent betragen. Damit hat sich der im Frühjahr dieses Jahres einsetzende Beschäftigungsaufbau verstärkt fortgesetzt. Saisonbereinigt nahm die Gesamtzahl der Erwerbstätigen um 0,4 Prozent (+ 147.000 Personen) gegenüber dem zweiten Quartal 2006 zu.
Dienstleistungsbereich bei Jobaufbau führend
Getragen wird die positive Entwicklung maßgeblich vom Dienstleistungsbereich. Dort stieg die Zahl der Erwerbstätigen im dritten Quartal 2006 gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum um 1,4 Prozent. Im Baugewerbe ist der seit 1995 anhaltende Personalabbau im dritten Quartal 2006 fast zum Stillstand gekommen.
Mehr sozialversicherungspflichtig Beschäftigte
Besonders erfreulich ist der Anstieg bei den sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnissen. Nach der jüngsten Hochrechnung gab es einen Anstieg der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten um 258.000 gegenüber dem Vorjahr auf nunmehr 26,56 Millionen. In West- und Ostdeutschland nahm die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung jeweils um ein Prozent zu. Und auch das Stellenangebot steigt. Insgesamt wurden im Oktober 825.000 offene Stellen gemeldet, 200.000 mehr als vor einem Jahr.
Jobmotor Mittelstand
Nach Angaben der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) schufen zwischen 2003 und 2005 kleine und mittlere Unternehmen 400.000 neue Arbeitsplätze. Dagegen bauten Großunternehmen und öffentlicher Dienst zusammen über 100.000 Arbeitsplätze ab. Wie die Untersuchung „KfW-Mittelstandspanel 2006“ ergab, ist damit der Mittelstand der Jobmotor in der deutschen Wirtschaft. Die entscheidende Triebfeder für Neueinstellungen in kleinen und mittleren Unternehmen sind die Investitionen. Der deutsche Mittelstand will der Studie zufolge bis Ende 2006 noch eine weitere halbe Million neue Arbeitsplätze schaffen.

2006-11-17T11:40:35+00:00 17. November 2006|