Wasserturm wird umgebaut – Ein Restaurant mit Aussicht

Wasserturm wird umgebaut – Ein Restaurant mit Aussicht

VON CHRISTOPH KLEINAU (NGZ)
Neuss Wasser hat es hoch oben unter dem Dach des mittelalterlichen Windmühlenturmes am Stadtgarten schon in früheren Jahrhunderten gegeben, doch vielleicht wird es dort schon bald mit Eis und Zitrone serviert. Denn die Stadtwerke, die ihren ehemaligen Wasserturm an der Mühlenstraße noch vor gar nicht allzu langer Zeit liebend gerne verschenkt hätten, investieren nun selbst knapp zwei Millionen in dieses Baudenkmal, das zu gastronomischen Zwecken umgebaut werden soll.
Wo seit 1881 für 110 Jahre ein Metalltank 450 Kubikmeter Wasser staute, um im Leitungssystem der Stadt genügend Druck aufzubauen, sollen demnächst auf zwei Etagen bis zu 90 Gäste in einer rundum verglasten Kanzel Platz finden.
Stimmen die Gremien der Stadtwerke Energie und Wasser GmbH zu, kann schon bald der Bauantrag gestellt werden. Den Segen der Politik benötigt das Vorhaben nach Darstellung von Dr. Jörg Geerlings, dem Aufsichtsratsvorsitzenden des Unternehmens, nicht.


Die Untere Denkmalbehörde der Stadt hingegen habe den Plänen schon zugestimmt, betonte gestern Bürgermeister Herbert Napp. Damit ist eine wichtige Hürde genommen, denn alle Überlegungen einer alternativen Nutzung waren in der Vergangenheit auch an Auflagen der Denkmalschutzes gescheitert.
Info
Turmsanierung
Die Bausubstanz des Mühlenturmes, der im Mittelalter Teil der südwestliche Stadtbefestigung war, ist im wesentlichen intakt. Bis zur Höhe von sechs Metern wurde das Mauerwerk schon vor Jahren saniert, dann wurde das Vorhaben abgebrochen, weil schon die Gerüstkosten einen sechsstelligen Betrag verschlungen hätten. Mit dem Umbau zu Gastronomiezwecken würde die Turmsanierung abgeschlossen.
Fotos
Bürgermeister Herbert Napp und Dr. Jörg Geerlings, Aufsichtsratsvorsitzender der Stadtwerke Neuss Energie und Wasser GmbH, stellten der NGZ die Pläne für eine neue Nutzung des Wasserturmes vor. Der wird über einen gläsernen Anbau erschlossen.
Quelle: NGZ v. 17.3.2009 (gekürzt)

2009-03-17T12:34:39+00:00 17. März 2009|