Ölmühle Thywissen – traditionsreiches Unternehmen modern aufgestellt

28.07.2012

„Einen Familienbetrieb in fünfter – absehbar in sechster – Generation zu führen, zeugt von Traditionsbewusstsein ebenso wie von Mut zu Entscheidungen und Innovation“, zeigt sich Partei- und Fraktionsvorsitzender Dr. Jörg Geerlings angesichts einer hervorragend aufgestellten Ölmühle Thywissen beeindruckt. Gemeinsam mit seinen Kollegen Elisabeth Heyers, Klaus Karl Kaster sowie seiner Stellvertreterin Ingrid Schäfer besuchte er jetzt dieses Unternehmen im Rahmen der Wirtschaftsbesuche der Neusser CDU.

Geschäftsführer Wilhelm F. Thywissen und Prokurist Dominik Baum nahmen sich viel Zeit, um ihre Firma vorzustellen. Biodiesel gehöre ebenso zu den Produkten wie Speiseöle und Stoffe für die Kosmetikindustrie. Gradmesser des Erfolgs aus kommunaler Sicht und erheblicher Beitrag zum Neusser Haushalt seien dabei auch die Gewerbesteuerzahlungen, die eine feste Größe bei den jährlichen Planungen des Kämmerers sind.

Um erfolgreich zu bleiben, seien etliche Herausforderungen zu bewältigen. Zertifikate gebe es heute nicht mehr nur nach ISO-Norm, sondern z.B. auch, um koschere Herstellung nachzuweisen. Darüber hinaus hätten die Abnehmerfirmen eigene Vorgaben. Der insgesamt hohe Standard trage jedoch zu einer besonderen Verlässlichkeit hinsichtlich der Qualität bei, so Thywissen und Baum.

Im politischen Fokus stünden neben Fragen der Nulltoleranz bei Gentechnik mit fraglicher Praxistauglichkeit auch Themen wie Nachhaltigkeit, die im Bereich der erneuerbaren Energie schon durch Zertifikate nach gesetzlicher Norm nachgewiesen werden muss. In Europa seien begrenzte Flächen üblich, so dass diese bereits heute intensiv, d.h. mit einem hohen Ertrag, genutzt werden. In Amerika und Asien gebe es nach landläufiger Definition genug Fläche – dort werde oft der Urwald gefällt, um Ölpflanzen anzubauen. Hier gebe es Handlungsbedarf gepaart mit der Notwendigkeit, Verständnis für den Blick vor Ort zu entwickeln.

Der Standort im Neusser Hafen habe nicht nur Tradition, sondern für die Firmenlenker auch viel Zukunft. Die Ölmühleninhaber äußern deshalb Bedenken zur Wohnbebauung im Bereich Münsterschule und Werhahn-Gelände. Es gelte, Konflikte hinsichtlich des Lärmpegels auszuschließen. Diesen Punkt nahmen die Gäste aus der CDU gern zum Anlass, um den Hafen als wichtigen Neusser Wirtschaftsstandort hervorzuheben. Alle Maßnahmen seien so zu planen, dass die zahlreichen Unternehmen, die sehr zum Wohlstand der Stadt beitragen, nicht gefährdet seien. Geerlings, Schäfer, Heyers und Kaster zeigten sich abschließend optimistisch, dass in zukünftigen Gesprächen eine gemeinsame Perspektive entwickelt werden könne.

Hintergrundinfo: Wirtschaftsbesuche der CDU-Neuss

Bereits zum vierten Mal nutzt die Neusser CDU die sitzungsfreie Zeit im Sommer, um Unternehmen der unterschiedlichsten Branchen vor Ort zu besuchen. Dabei informieren sich Vorstandsmitglieder sowie die Wahlkreis-Stadtverordneten über die aktuelle Situation der Firmen ebenso wie über Fragen der Zusammenarbeit mit der Stadt, Entwicklungspotentiale, Herausforderungen u.v.m. In diesem Jahr stehen noch die:

· Möbelwerkstätten Helten

· Die Bäckerei Gummersbach sowie

· Die Spedition Konrad Sturm GmbH

auf dem Programm.

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