Bürgermeister- und Landratswahl

Bürgermeister- und Landratswahl

Nach wie vor bin ich tief enttäuscht vom Wahlausgang zur Bürgermeisterwahl in Neuss. Das katastrophale Ergebnis ist auch am zweiten Tag nach der Wahl für mich schockierend, zumal wir in Neuss gezeigt haben, dass ein anderes Ergebnis möglich ist. Landrat Hans-Jürgen Petrauschke hat mit über 54 Prozent in Neuss ein hervorragendes Ergebnis erhalten und ist ebenfalls für die CDU angetreten. Als Hauptgründe für das schlechte Abschneiden unseres Kandidaten Thomas Nickel kristallisieren sich das Alter und eine Wechselstimmung, die aufgrund der Dinge, die negativ mit der Politik aus dem Rathaus heraus verbunden und die 1:1 auf Thomas Nickel übertragen wurden, heraus. Dass dies aber beinahe zu 20-Prozentpunkten Unterschied zwischen Landrat H.-J. Petrauschke und Thomas Nickel führt, ist mehr als ungewöhnlich. Thomas Nickel hat einen engagierten Wahlkampf geführt und mit ihm viele Menschen, denen ich herzlich danke.

Den Kopf in den Sand stecken, hilft jedoch nicht. Alles muss auf den Prüfstand. Zunächst ist mir die Meinung unserer Mitglieder wichtig, mit denen ich mich auf einer noch diesen Monat stattfindenen Mitgliederversammlung austauschen möchte. Die Mitglieder der CDU hatten Thomas Nickel im November 2014 mit großer Mehrheit (es waren ca. 550 Mitglieder anwesend!) aufgestellt. Der Dialog mit möglichst vielen Bürgerinnen und Bürgern kommt hinzu und ist mir besonders wichtig; dazu habe ich bereits viele Gespräche geführt. Unsere Gremien müssen besser miteinander arbeiten. Wir müssen uns alle an den eigenen Schopf fassen und gucken, was wir besser machen können, auch wenn Neuss im Vergleich hervorragend da steht. Wir haben im Rat eine gut funktionierende Koalition, deren Basis wir – wie bislang auch – verbreitern sollten. Von einer großen Koaltion halte ich dabei wenig.

Mit Blick auf die Zukunft heißt es für mich: Alle Wahlen in den Blick nehmen, vor allem ein Team aufbauen, das 2020 angreifen kann. Dazu habe ich gestern in unserer Parteivorstandssitzung viele ermutigende Signale, vor allem unserer Jungen Union mit ihren Beisitzern, erlebt. Wer dabei mithelfen möchte, ist herzlich willkommen. Es liegt eine Menge Arbeit vor uns!

2015-09-15T08:56:33+00:0015. September 2015|