Geerlings: Land trägt Kosten für G9

Das Land wird den kommunalen Schulträgern die Kosten erstatten, die ihnen durch die Rückkehr zum neunjährigen Bildungsgang am Gymnasium (G9) entstehen. Das teilt der Neusser Landtagsabgeordnete Dr. Jörg Geerlings (CDU) mit.

Die Landesregierung hat kürzlich einen Gesetzentwurf beschlossen, der die Übernahme sowohl der investiven Kosten, vor allem für die Schaffung zusätzlichen Schulraums, als auch der wiederkehrenden Sachkosten etwa für Lernmittel oder Schülerfahrkosten regelt. „Durch die vom Land beschlossene Umstellung auf G9 entstehen den Städten zusätzliche Kosten. Das Land steht zu seiner Verantwortung und übernimmt diese Kosten. Das ist eine gute Botschaft für uns in Neuss“, so Geerlings.

Ein Gutachten taxiert die investiven Kosten auf rund 518 Millionen Euro. Diese sollen ab dem Jahr 2022 in fünf Teilbeiträgen ersetzt werden; das vollständige, erweiterte Angebot an Schulräumen muss erst zu Beginn des Schuljahres 2026/27 zur Verfügung stehen, wenn der erste neue G9-Jahrgang in die Jahrgangsstufe 13 kommt. Die dauerhaften Sachkosten zum Beispiel für die Erstattung von Schülerfahrkosten, Bereitstellung von Lernmitteln und für die Bewirtschaftung der Schulräume werden ab dem Jahr 2024 ausgeglichen. In den ersten drei Jahren belaufen sie sich auf jeweils 7,76 Millionen Euro, danach auf jährlich 27,94 Millionen Euro. Die zusätzlichen Personalkosten für die rund 2.200 zusätzlichen Lehrerinnen und Lehrer, die im Endausbau des neuen G9 insgesamt benötigt werden, trägt das Land als Arbeitgeber in voller Höhe. Der Gesetzentwurf muss noch vom Landtag beraten werden und soll zeitgleich mit anderen G9-Vorschriften am 1. August 2019 in Kraft treten.

Mit der Finanzierungszusage aus Düsseldorf verbindet Geerlings einen Auftrag an die Stadt Neuss: „Das Land hat seine Hausaufgaben gemacht. Jetzt ist die Stadtverwaltung am Zug. Sie muss endlich zügig planen und bauen, damit G9 bei uns ein Erfolg wird. Wir werden vor allem ein Auge darauf haben, dass genügend neue Klassenräume geschaffen werden. Provisorien wie Container wollen wir vermeiden“, so der Abgeordnete.

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