Bahn-Elektrifizierung bringt Klimaschutz und bessere Verbindungen für Neuss
19. April 2026
Die Elektrifizierung der Regiobahn-Strecke S28 macht weiter Fortschritte – und bringt konkrete Vorteile für Klimaschutz und Mobilität in Neuss. Gefördert wird dies zu insgesamt 90 Prozent von Bund und Land.
Derzeit werden sowohl der Westast zwischen Neuss Hauptbahnhof und Kaarster See als auch der Ostast zwischen Düsseldorf-Gerresheim und Wuppertal-Vohwinkel auf elektrischen Betrieb umgestellt.
Der Neusser Landtagsabgeordnete Dr. Jörg Geerlings (CDU) begrüßt die Maßnahme ausdrücklich: „Die Elektrifizierung der S28 ist ein starkes Signal für eine moderne und klimafreundliche Mobilität in unserer Region. Sie zeigt: Die Verkehrswende findet ganz konkret vor Ort statt – auch hier in Neuss.“
Durch die Umstellung der rund 50 km langen S28-Strecke von Diesel- auf Elektrobetrieb können jährlich rund 6.000 Tonnen CO₂ eingespart werden – das entspricht den Emissionen von etwa 1.300 Autos. Grundlage ist eine jährliche Zugleistung von rund 1,7 Millionen Zugkilometern. Perspektivisch wird sich dieser Effekt durch einen steigenden Anteil erneuerbarer Energien im Strommix weiter verstärken.
Neben der Elektrifizierung umfasst das Projekt auch die Anpassung der Bahnsteige sowie die Verlängerung der S28 von Mettmann-Stadtwald bis nach Wuppertal Hauptbahnhof mit Anschluss an die S9. Damit wird das Angebot für Pendlerinnen und Pendler deutlich attraktiver.
Die Finanzierung des Projekts erfolgt gemeinschaftlich: 60 Prozent übernimmt der Bund über das Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz, 30 Prozent das Land Nordrhein-Westfalen und 10 Prozent die Regiobahn selbst. Insgesamt belaufen sich die Investitionen auf rund 170 Millionen Euro.
Geerlings betont die Rolle des Landes: „Dass das Land Nordrhein-Westfalen hier gezielt investiert, zahlt sich doppelt aus: Wir reduzieren CO₂-Emissionen und verbessern gleichzeitig die Qualität des Nahverkehrs. Das ist gut für die Menschen in Neuss und ein wichtiger Schritt für eine zukunftsfähige Infrastruktur.“
Hintergrund ist die landesweite Strategie, den Anteil elektrifizierter Bahnstrecken deutlich zu erhöhen. Bis 2032 sollen mehr als 250 Kilometer zusätzliche Strecken mit Oberleitungen ausgestattet werden.