Landesbehindertenbeauftragte in Neuss – „DAS HAUS“ ist ein Leuchtturm der inklusiven Jugendarbeit

13. Juli 2026

Wie gelingt Inklusion im Alltag junger Menschen? Antworten darauf gab es jetzt im Neusser Jugendzentrum „DAS HAUS“. Auf Einladung des Neusser Landtagsabgeordneten Dr. Jörg Geerlings (CDU) besuchte die Beauftragte der Landesregierung für Menschen mit Behinderungen sowie für Patientinnen und Patienten, Claudia Middendorf, die Einrichtung am Hamtorwall. Gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern der Katholischen Jugendagentur Düsseldorf, des Jugendamtes der Stadt Neuss sowie weiteren Akteuren tauschte sie sich über die Voraussetzungen erfolgreicher inklusiver Jugendarbeit aus.

Bei einem Rundgang erhielten die Gäste einen umfassenden Einblick in die Einrichtung, die nach einer grundlegenden Modernisierung als erster inklusiver Jugendtreff der Stadt Neuss wiedereröffnet wurde. Das vollständig barrierefreie Haus vereint offene Kinder- und Jugendarbeit mit Musik-, Medien- und Kreativangeboten, einer professionellen Skateranlage, Werkstätten, einem Tonstudio sowie zahlreichen Projekten, die Begegnung und Teilhabe ermöglichen.

Ein besonderer Höhepunkt des Besuchs war die Teilnahme an einer Probe der inklusiven Theatergruppe. Die Theaterproduktionen des Jugendzentrums haben sich in den vergangenen Jahren über Neuss hinaus einen Namen gemacht und zeigen eindrucksvoll, wie selbstverständlich Inklusion auf der Bühne gelebt werden kann. Die Gäste konnten dabei hautnah erleben, mit wie viel Kreativität, Begeisterung und Teamgeist die jungen Darstellerinnen und Darsteller gemeinsam arbeiten.

„DAS HAUS ist ein echtes Leuchtturmprojekt für Neuss und weit darüber hinaus. Hier wird Inklusion nicht als Schlagwort verstanden, sondern Tag für Tag mit Leben gefüllt. Es freut mich, dass wir Claudia Middendorf die Gelegenheit geben konnten, diese beeindruckende Arbeit unmittelbar kennenzulernen“, sagte Dr. Jörg Geerlings.

Im Gespräch berichteten die Verantwortlichen der Katholischen Jugendagentur Düsseldorf über die Entwicklung der Einrichtung und die Erfahrungen aus mehreren Jahren inklusiver Jugendarbeit. Dabei wurde deutlich, dass gelingende Inklusion engagierte Fachkräfte, verlässliche Strukturen und eine langfristige Unterstützung durch Politik und Gesellschaft benötigt.

„Der Austausch zwischen den Menschen vor Ort und der Landespolitik ist wichtig. Wer gute Entscheidungen treffen will, muss wissen, welche Herausforderungen und Chancen es in der Praxis gibt. Solche Gespräche helfen dabei, Erfahrungen aus der täglichen Arbeit in politische Entscheidungen einfließen zu lassen“, so Geerlings. Er dankte allen Mitarbeitenden der Katholischen Jugendagentur Düsseldorf für ihren großen Einsatz. „Die Verantwortlichen und das gesamte Team leisten hier hervorragende Arbeit. DAS HAUS zeigt, wie moderne Kinder- und Jugendarbeit aussehen kann: offen, kreativ, niedrigschwellig und inklusiv. Darauf kann Neuss stolz sein.“