Dr. Jörg Geerlings besucht Johanniter in Neuss: Rettungsdienst braucht verlässliche Rahmenbedingungen
1. August 2026
Wie kann der Rettungsdienst auch künftig leistungsfähig bleiben? Über diese und weitere Fragen tauschte sich der CDU-Landtagsabgeordnete Dr. Jörg Geerlings bei einem Besuch der Johanniter-Unfall-Hilfe in Neuss mit Vertretern des Regionalverbandes Niederrhein aus. Gemeinsam wurden aktuelle Herausforderungen im Rettungsdienst, im Bevölkerungsschutz und in der Notfallversorgung diskutiert.
Gesprächspartner waren Richard Krings, Mitglied des Regionalvorstandes, Tobias Eller, Bereichsleiter Verwaltung und Personal, Bastian Förster, Bereichsleiter Rettungsdienst, Tobias Hahn, Bereichsleiter Einsatzdienste und Ausbildung, Tamara Schreurs, Bereichsleiterin Marketing, Dieter Guderley, Mediensprecher sowie Koordinator für Ehrenamt und Schulsanitätsdienst, sowie Ramona Kaiser.
Im Mittelpunkt des Austauschs standen die steigenden Anforderungen an den Rettungsdienst. Die Zahl der Einsätze nimmt seit Jahren kontinuierlich zu, gleichzeitig wächst der Bedarf an qualifiziertem Personal und moderner Infrastruktur. Hinzu kommt, dass der Rettungsdienst immer häufiger Aufgaben übernimmt, weil andere Versorgungsangebote nicht oder nicht rechtzeitig verfügbar sind.
„Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Rettungsdienst leisten jeden Tag Herausragendes. Damit sie ihrer wichtigen Aufgabe auch künftig gerecht werden können, müssen Politik und Gesetzgebung verlässliche Rahmenbedingungen schaffen und praxisnah handeln“, betonte Dr. Jörg Geerlings.
Ein weiterer Schwerpunkt war die Einführung der Akuttransportwagen (ATW). Nach Angaben der Johanniter stehen Fahrzeuge und Konzepte teilweise bereits bereit. Am gesetzlichen Rahmen wird im Land mit Hochdruck gearbeitet. Auch die geplante Weiterentwicklung der Leitstellen sowie die bessere Vernetzung aller Akteure im Gesundheitswesen wurden intensiv diskutiert. Moderne digitale Lösungen und perspektivisch auch Anwendungen Künstlicher Intelligenz könnten dazu beitragen, Einsätze zielgerichteter zu steuern und den Rettungsdienst zu entlasten.
Richard Krings unterstrich die Bedeutung einer verlässlichen politischen Unterstützung: „Unsere Mitarbeitenden sorgen rund um die Uhr für die Sicherheit der Menschen. Damit wir diese Aufgabe dauerhaft erfüllen können, brauchen wir rechtssichere Strukturen, eine auskömmliche Finanzierung und eine Gesetzgebung, die mit der Praxis Schritt hält.“
Für den Rettungsdienst hob Bereichsleiter Bastian Förster die wachsenden Herausforderungen hervor: „Die Einsatzzahlen steigen kontinuierlich. Gleichzeitig wird es immer anspruchsvoller, genügend qualifiziertes Personal zu gewinnen und die notwendigen Ressourcen bereitzustellen. Deshalb müssen wir Versorgung, Personalentwicklung und Organisation gemeinsam weiterdenken.“
Auch Tobias Hahn, Bereichsleiter Einsatzdienste und Ausbildung, machte deutlich, wie wichtig moderne Strukturen sind: „Bevölkerungsschutz lebt von guter Ausbildung, einer engen Vernetzung aller Beteiligten und der Bereitschaft, neue Technologien sinnvoll einzusetzen. Darauf müssen wir uns angesichts neuer Herausforderungen konsequent vorbereiten.“
Dr. Jörg Geerlings nahm zahlreiche Anregungen aus dem Gespräch mit nach Düsseldorf: „Der direkte Austausch mit den Praktikern ist unverzichtbar. Wer gute Gesetze machen will, muss wissen, wo es in der täglichen Arbeit hakt. Die Hinweise der Johanniter sind deshalb eine wichtige Grundlage für unsere parlamentarische Arbeit.“
Zum Abschluss des Besuchs erhielt der Landtagsabgeordnete noch eine praktische Brandschutzeinweisung. Dabei konnte er den Umgang mit einem Feuerlöscher selbst erproben und sich von der Bedeutung regelmäßiger Ausbildung im Bevölkerungsschutz überzeugen.