Sirenentag ohne Neuss – Beschluss wurde nicht umgesetzt

Sirenentag ohne Neuss – Beschluss wurde nicht umgesetzt

Der erste landesweite Sirenen-Warntag in NRW fand ohne Beteiligung der Stadt Neuss statt. Obwohl bereits vor zwei Jahren die Anschaffung neuer Sirenen beschlossen wurde, gibt es noch immer keine einzige Sirene im Stadtgebiet. Für den Neusser Landtagsabgeordneten Dr. Jörg Geerlings (CDU) ist das ein Unding.

„Neuss ist inzwischen die einzige Stadt im Kreis ohne Sirenen. Zwei Jahre, nachdem wir den Wiederaufbau des Sirenennetzes beschlossen haben, ist nichts Erkennbares passiert“, so Geerlings. Der entsprechende Antrag vor zwei Jahren war ein Ergebnis des Stadtparteitags der CDU zur inneren Sicherheit im Sommer 2016. Geerlings hatte sich danach persönlich für den Sirenenbau eingesetzt und ist nach wie vor von dessen Notwendigkeit überzeugt: „Egal ob Großbrände, Unwetter oder Bombenentschärfungen – nahezu regelmäßig erleben wir auch in Neuss Großschadenslagen. Heute gibt es zwar auch die Möglichkeit, über Handy-Apps Warnmeldungen zu versenden. Doch damit erreicht man aber nur einen kleinen Teil der Bevölkerung. Wir setzen uns dafür ein, dass jeder Mensch in unserer Stadt vor Gefahren gewarnt werden kann. Das geht nur mit Sirenen.“

Was den Abgeordneten besonders ärgert: „Bereits im Herbst 2016 hat die Verwaltung erklärt, sie arbeite an dem Thema. Seit dem Haushaltsjahr 2017 stehen dafür Haushaltsmittel bereit, außerdem hat das Land der Stadt Zuschüsse gewährt. Doch bis heute gibt es kein Ergebnis und im Hauptausschuss haben wir nie wieder davon gehört. Ich verlange daher vom Bürgermeister Aufklärung darüber, warum noch immer keine Sirenen errichtet sind und wann das endlich der Fall sein wird.“ Geerlings will den Sirenenausbau zum Thema in der nächsten Sitzung des Hauptausschusses machen.